Einzelwettkämpfe am ETF in Lausanne
Das Eidgenössische Turnfest 2025 in Lausanne war für unsere Turnerinnen und Turner ein unvergessliches Erlebnis voller sportlicher Höhepunkte, Teamgeist und bewegender Momente. Bereits am Donnerstag starteten die ersten Einzelwettkämpfe mit dem Geräteturnen in der Disziplin „Sie + Er“. Toni Bernet vom STV Altbüron und Corinne Gisler vom TV Orpund zeigten eine besonders gelungene Schaukelringübung, die mit der Note 9.60 bewertet wurde, und erreichten damit den hervorragenden neunten Schlussrang. Ebenfalls auf Rang neun landeten Simon Steffen (STV Altbüron) und Lena Purtschert (STV Roggliswil), die mit exakt 27.925 Punkten eine starke Première in dieser Disziplin feiern durften. Auch Pascal Bättig und Marion Strebel, beide vom STV Altbüron, zeigten mit 26.65 Punkten eine solide Leistung. Manuel Bernet (STV Altbüron) und Anna Arnet (BTV Luzern) rundeten den Tag mit 25.75 Punkten ab.
In der Kategorie K5 startete Vitus Fiechter zum ersten Mal an einem Eidgenössischen Turnfest im Einzelgerätewettkampf und zeigte einen soliden Auftritt. Auch Meret Portmann und Tanja Ettlin präsentierten sich in dieser Kategorie mit stabilen Leistungen. Besonders am Boden konnten beide Turnerinnen mit ihren höchsten Noten überzeugen.
Am Freitagmorgen traten Cédric Achermann, Toni Bernet und Marco Wapf im Wettkampf der Herren an. Toni Bernet beendete seinen Wettkampf mit der starken Punktzahl von 45.05, während Cédric Achermann und Marco Wapf mit jeweils 44.20 Punkten gleichauf lagen. Alle drei zeigten starke Barrenübungen, mussten jedoch an mindestens einem Gerät kleinere Rückschläge hinnehmen.
Der Samstag stand im Zeichen der K6-Turnerinnen. Lena Bernet und Amelie Rölli vertraten unsere Farben in dieser Kategorie. Für Amelie, die seit Ende 2024 ihren sportlichen Fokus auf den Stabhochsprung gelegt hat, war es der erste Geräteturnwettkampf seit längerer Zeit. Mit einer starken Leistung am Sprung und einem insgesamt soliden Wettkampf erreichte sie 34.38 Punkte. Lena Bernet überzeugte ebenfalls am Sprung und zeigte eine besonders gelungene Bodenübung, die mit der Note 9.20 bewertet wurde. Ihre Gesamtpunktzahl von 35.63 war das Resultat eines konstant starken Wettkampfs.
Am Sonntagmorgen starteten die Turner der Kategorie K7 in ihren Wettkampf. Pascal Bättig trotzte einem Sturz am Reck und erreichte dennoch eine beeindruckende Punktzahl von 47.125. Simon Steffen turnte ruhig und konstant und erzielte 46.61 Punkte, während Manuel Bernet mit sauberen Übungen, aber kleinen Unsicherheiten am Boden, auf 46.48 Punkte kam. Die Stimmung im Team war konzentriert und positiv, und alle drei Turner zeigten sich mit ihren Leistungen zufrieden. In der gleichen Kategorie bei den Turnerinnen überzeugte Marion Strebel mit einem starken Wettkampf und erreichte 36.53 Punkte.
Alessia Strebel zeigte in der Kategorie K Damen einen soliden Wettkampf und konnte besonders am Sprung mit der Note 9.10 glänzen.
Auch im Leichtathletik-Mehrkampf waren unsere Athleten aktiv. Leider konnte Fabian Steffen, unsere grösste Hoffnung, verletzungsbedingt nicht teilnehmen. Nico hingegen freute sich, wieder einmal an einem Wettkampf teilzunehmen, und zeigte sich mit seinem Resultat sehr zufrieden – für ihn stimmten Aufwand und Ertrag. Daniel Frey konnte sich besonders über seine 6 Meter im Weitsprung freuen und überraschte sich selbst mit starken 33.20 Metern im Speerwurf. Jan Foster blickte ebenfalls sehr positiv auf seinen Wettkampf zurück, denn er konnte gleich zwei persönliche Bestleistungen erzielen.
Die Wettkampfanlagen waren hervorragend, auch wenn es in den Hallen teilweise sehr heiss wurde. Trotz technischer Probleme bei der Reihenfolge der Startenden, die zu leichten Verwirrungen führten, meisterten unsere Athletinnen und Athleten die Situation mit der nötigen Flexibilität. Besonders hervorzuheben ist die grossartige Stimmung in den Hallen: Es herrschte weniger ein Wettstreit als vielmehr ein echtes Turnfest, bei dem man sich gegenseitig unterstützte, die Leistungen der anderen feierte und bei Rückschlägen umso mehr zusammenstand. Dieses Gemeinschaftsgefühl, das weit über den Röschti-Graben hinausreichte, machte das Turnfest zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle Beteiligten.